Auf dem Weg zur Heißzeit? Warum +3 Grad Realität werden könnten | ZEIT WISSEN Kongress 2026

Paneldiskussion moderiert von Elena Erdmann, Wissenschafts- und Datenjournalistin bei DIE ZEIT, im Gespräch mit Frank Böttcher, Vorsitzender der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft (DMG), Maria Hörhold, Glaziologin am Alfred-Wegener-Institut, und Klaus Wiegandt, Stifter und Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Forum für Verantwortung Wir leben in herausfordernden Zeiten. Wie gelingt uns trotzdem Transformation? Wie kann Klimaschutz auf der Agenda bleiben? Wie investieren wir ungeachtet schlechter Nachrichten in eine resiliente Zukunft? Gemeinsam suchen wir nach nachhaltigen Antworten. Es herrscht Krisenstimmung: Kriege, geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Unsicherheit und gesellschaftliche Konflikte konkurrieren um unsere Aufmerksamkeit. Das Klima gerät aus den Fugen, und zugleich auch aus dem Blick, während Wettbewerbsfähigkeit, Verteidigung, Energiepreise und Industriepolitik stärker in den Fokus rücken. Nur: Die Atmosphäre liest weder Parteiprogramme noch Koalitionsverträge. Kein Kontinent erwärmt sich so schnell wie Europa. Unsere Sommer bringen ausgetrocknete Böden, Waldbrände und Nächte, in denen Städte nicht mehr abkühlen. Hitze gefährdet die Gesundheit und belastet Landwirtschaft, Energieversorgung und Infrastruktur. Die Welt könnte auf drei Grad Erwärmung zusteuern – mit mehr Extremwetter, Dürren, Starkregen, schmelzendem Eis und steigenden Meeresspiegeln. Transformation ist deshalb kein Luxus, sondern Krisenvorsorge.